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Korpora: Berliner Wendekorpus

Im Projekt "Berliner Wendekorpus" wurden 39 Ostberliner und 38 Westberliner im Rahmen eines narrativen Interviews zum Ereignis am 9. November und zu anderen persönlichen Wendeereignissen befragt. Das Projekt wurde, unterstützt von der DFG, an der Freien Universität Berlin unter der Leitung von Norbert Dittmar durchgeführt.

Der soziale Umbruch beim Mauerfall 1989 sollte im Rahmen des Projekts als Sammlung individueller Erfahrungen im Sinne eines kollektiven Gedächtnisses dokumentiert werden. Im Fokus der Untersuchung waren dabei Umbruchdiskurse, mit denen jene Muster der gesprochenen Sprache heraus gearbeitet werden sollten, die typisch für Ost- bzw. Westdeutsche sind. Den Hintergrund der Untersuchung bildete die Annahme, dass Umbruchsituationen mit Erscheinungen der sprachlichen Stabilität bzw. Instabilität von Individuen und Gruppen als Folge von subjektiv motivierten Eigeninitiativen oder einschneidender irreversibler gesellschaftlicher Veränderungen verstanden werden können.

Die Datenerhebung umfasste den Zeitraum Herbst 1993 bis März 1996. Alle Gespräche wurden auf Tonband aufgezeichnet und 1998 am Institut für Deutsche Sprache in Mannheim digitalisiert.

In einem Kooperationsprojekt zwischen der FU-Berlin und dem DWDS wurden im Sommer 2006 alle transkribierten Dialoge hochsprachlich normalisiert. Aus den Textdokumenten wurden xml/tei-Dokumente erstellt, in welchen normalisierte und transkribierte Fassung aligniert sind. Die normalisierte Fassung ist darüber hinaus lemmatisiert und mit Part-of-Speech-Tags versehen.

Die Transkripte des Wendekorpus lassen sich 'literal' oder 'hochsprachlich' durchsuchen. Dies geschieht in zwei Panels: